Was mache ich eigentlich, wenn ich Theologie studiere? Diese Frage – egal, ob ausgesprochen oder nicht – gewinnt für jede Studienanfängerin und jeden Studienanfänger unmittelbare Relevanz. Der Sinn dieser einführenden Übung ist es, diese Frage explizit zu stellen und zwischen Faktoren wieStudienordnung, Fächerkanon und Eigeninteresse Perspektiven zu ihrer Beantwortung zu eröffnen. Dabeisollendieunter-schiedlichen Dimensionen, die in dieser Frage je nach Betonung stecken, klarwerden:

  • Was mache ich, wenn ich Theologie studiere? -Was bedeutet Theologie? Inwiefern ist Theologie eine Wissenschaft?
  • Wieso ist das Studium Voraussetzung für den Beruf des Pfarrers bzw. der Pfarrerin?
  • Welche Fragestellungen und Themen kommen im Studium auf mich zu?
  • Wie funktioniert „studieren“? Welche Arbeitsformen gibt es? Welche Hilfsmittel gibt es?
  • Wie strukturiere ich mein Studium? Und was sind eigentlich Module?
  • Was hat Theologie mit mir und meiner Biographie zu tun?
  • Inwiefern betrifft das Studium auch meinen Glauben, meine Religiosität und meine Art zu leben?
In unserer Übung wollen wir diese Fragen im Gespräch miteinander und in der Auseinandersetzung mit Texten reflektieren.

Mitte der 1990er legte Raewyn Connell das Konzept des „Systems hegemonialer Männlichkeit“ vor, das Macht und soziale Konstruktion miteinander verbindet. Das Buch „Der gemachte Mann“ wurde zu einem Standardwerk kritischer Männlichkeitsforschung. In ersten Teil der Übung soll das Buch kapitelweise gelesen und diskutiert werden. Im zweiten Teil werden aktuelle Ansätze theologischer Männlichkeitsforschung im Zentrum stehen.

Literatur

Connell, Raewyn, Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten, 4. Aufl. Wiesbaden 2015. (zur Anschaffung empfohlen, pdf auch auf moodle zum download)

Leutzsch, Martin, Männlichkeit im Neuen Testament wahrnehmen. Beobachtungen, Problemstellungen, Hypothesen, in: Männerspezifische Bibelauslegung. Impulse für die Praxis, Reiner Knieling / Andreas Ruffing (Hg.), Göttingen 2012, 121-158. 


Textkritik und Editionswissenschaft sehen sich im Bereich des Neuen Testaments wie auch der Septuaginta mit dem Problem konfrontiert, dass ein antiker Text zu erheben ist, die Manuskripte, die diesen Text bezeugen, jedoch in byzantinischer Zeit kopiert wurden und oftmals sprachliche Eigenheiten in den Text hineintragen, die es zu erkennen gilt.

Dieser Kurs möchte mit den wichtigsten Phänomenen des byzantinischen Griechisch, die es bei der Untersuchung biblischer Hss. zu beachten gilt, vertraut machen.